0%

Deutsch-Russische Auslandshandelskammer AHK gründet die Arbeitsgruppe Technische Regulierung

Im Hauptquartier der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) fand am 29. September die erste Sitzung der Arbeitsgruppe Technische Regulierung statt.

Zum Vorsitzenden der AG wurde der Generaldirektor von EBM-PAPST RUS Alexander Tsypin gewählt. Ihm werden zwei Stellvertreter beistehen: Wadim Rosenstein (WR Group) und Elena Elenskaya (DURAG ICP Group).

Die AG wird sich mit den Themen rund um Konformitätsbewertung, Normung und Marktüberwachung befassen. Darüber hinaus wird eine der Aufgaben der AG darin bestehen, ausländische Unternehmen über die Zertifizierungsanforderungen in Russland und der EAWU zu informieren sowie Vorschläge zur Verbesserung der Bedingungen für ihre Geschäftstätigkeit in Russland auszuarbeiten.

Laut AHK-Mitgliedern wurde die Fragestellung über die Technische Regulierung in den letzten Jahren aktiv diskutiert. Nämlich hat 2017 unter dem Dach der Delegation der deutschen Wirtschaft in Russland ein Expertendialog zur technischen Regulierung mit der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) begonnen. Die Arbeitsgruppe der AHK wird ihrerseits, in Zusammenarbeit mit ausländischen Unternehmen, eine Reihe relevanter Themen entwickeln, mit denen Unternehmen beim Markteintritt in Russland und den EAWU-Ländern konfrontieren können.

In einer Zeit, in der die meisten Länder der Welt – die Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) – ihre Zolltarifpolitik nach entsprechenden Vorschriften regeln, hat die Rolle der nichttarifären Regulierung erheblich zugenommen.

„Wenn ausländische Unternehmen ihre Tätigkeit auf den Märkten der EAWU-Länder beginnen, stehen sie direkt vor einer Herausforderung, ihre Produkte auf die Übereinstimmung mit den Anforderungen der geltenden technischen Vorschriften hin zu überprüfen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der AG Wadim Rosenstein. „Gemäß dem Abkommen über die Gründung der EAWU wurde die Technische Regulierung auf die supranationale Ebene übertragen. Das Problem der Konformitätsbewertung von Produkten ist für ausländische Unternehmen relevant, da sich die in Russland festgelegten Anforderungen und Verfahren erheblich von denen in Europa unterscheiden. Die europäische Genehmigungsdokumentation hat keine direkte Rechtskraft im EAWU-Gebiet, und die Technischen Regelwerke TR ZU bzw. TR EAWU und angewandten Normen harmonisieren nicht mit den europäischen Richtlinien. Der Mangel an Transparenz für das Verständnis des Rechtsrahmens im Detail erschwert den Zugang zu den Märkten der EAWU für internationale Unternehmen.“

Gerade deswegen ist es eine der Hauptaufgaben der Arbeitsgruppe, deutsche Unternehmer umfassend und systematisch über die Besonderheiten der Zertifizierungsverfahren und Veränderungen im Bereich der Technischen Regulierung zu informieren.

Wadim Rosenstein, der CEO und Eigentümer der in 7 Ländern vertretenen WR Group, verfügt über langjährige Erfahrung auf dem russischen Markt. Das sich über die Jahre aktiv entwickelnde Unternehmen ist von vielen europäischen und asiatischen Herstellern technologischer Ausrüstung als Experte auf dem Gebiet der Zertifizierung und Normung anerkannt. Im Rahmen der Umsetzung großer EPC-Projekte mit „schlüsselfertigen“ Lösungen bietet die Unternehmensgruppe ihre Dienstleistungen in drei Schlüsselbereichen an: Projektlogistik, Zertifizierung und Zollabfertigung und richtet sich dabei auf den russischen Markt. Wadim Rosenstein wird seine Fachkompetenz in die Arbeitsgruppe einbringen und Initiativen zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Ländern vorschlagen können.